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Grünfrosch

Ein gelöstes genetisches Rätsel

Fotos/Text: Holger Müller

Teichfrosch

Lange Zeit standen die Forscher bei den Grünfröschen vor einem Rätsel. Unter der Bezeichnung Grünfrosch werden der Seefrosch (Rana ridibunda) und der kleine Wasserfrosch (Rana lessonae) zusammengefaßt. Beide Arten kreuzen sich in der freien Natur oft zum Teichfrosch (Rana esculenta), dem Dritten im Grünfroschbund. Letztere Bastardform war Gegenstand eines langen Meinungsstreites. Da die Kreuzung nach einem Schema erfolgt, das völlig den Mendelschen Gesetzen widerspricht, wurde der Teichfrosch mal für eine eigene Art gehalten und mal wieder nicht. Inzwischen ist nachgewiesen worden, daß die Bastardform über einen besonderen Chromosomensatz verfügt, der die eigenartige Erbfolgen erlaubt. Daher gilt der Teichfrosch heute als Kreuzung und nicht als eigene Art.
Die Unterscheidung der Grünfroscharten ist sehr schwierig, aber wegen der starken Ähnlichkeit auch nur für Wissenschaftler von Belang. Von anderen Arten sind sie durch die kräftig grüne Farbe und die großen Schwimmhäute gut unterscheidbar. Alle drei Arten sind optimal an das Wasserleben angepaßt. Sie verbringen die ganze Saison am Wasser. Von Mai bis Juni verursachen die Grünfrösche das typische Froschkonzert mit lautem Quaken.





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